Eine Ausnahmeleistung, die für die meisten Menschen unvorstellbar scheint: Tina Günther aus Dresden hat die ‚Gobi March‘ beendet, eine der anspruchsvollsten Extremwanderungen weltweit. In sechs Etappen legte die 34-Jährige insgesamt 250 Kilometer durch die unbarmherzige Hitze der mongolischen Wüste zurück – mit schwerem Gepäck, extremen Temperaturschwankungen und kargster Landschaft.
Die ‚Gobi March‘ ist Teil der ‚RacingThePlanet‘-Serie, einer Reihe von Ultramarathons in unwirtlichen Regionen der Erde. Teilnehmer müssen ihre Ausrüstung und Verpflegung selbst tragen; medizinische Versorgung und Basislager werden gestellt, doch ansonsten ist jeder auf sich allein gestellt. Günther beschreibt die Herausforderung als „physisch brutal, aber mental befreiend“. Tagsüber Temperaturen von über 40 Grad, nächtliche Kälte, Sandstürme und kilometerlange Weiten ohne Schatten – all das gehörte zum täglichen Kampf.
Für die Dresdnerin, die als Sporttherapeutin arbeitet, war die Teilnahme das Ergebnis monatelanger Vorbereitung. „Ich habe auf jedem verfügbaren Kilometer in Sachsen trainiert – vom Elberadweg bis zu den Hängen des Osterzgebirges“, sagt sie. Ihre Teilnahme ist auch eine Botschaft: „Es zeigt, dass Menschen aus kleineren Städten und ohne Profi-Hintergrund solche Ziele erreichen können.“
Günthers Leistung wurde international registriert und macht sie zu einer der wenigen Deutschen, die die Gobi March vollendet haben. Nun plant sie bereits die nächste Etappe – eine Expedition in die Atacama-Wüste.
Quellen: MDR – Nachrichten