Forscher des Fraunhofer-Instituts in Darmstadt arbeiten an einem bahnbrechenden System zur Erkennung von Deepfakes in Echtzeit während Videokonferenzen. Die neu entwickelte Software soll Manipulationen an Gesichtern und Stimmen sofort identifizieren und Nutzer warnen, bevor sie auf betrügerische Inhalte hereinfallen.
Das Projekt reagiert auf eine zunehmende Zahl von Cyberangriffen, bei denen KI-generierte Fake-Identitäten genutzt werden, um an vertrauliche Daten oder Geld zu gelangen. Insbesondere in Geschäfts- und Behördengesprächen, die mittlerweile häufig digital stattfinden, steigt das Risiko. Das Darmstädter System analysiert Mikroaberrationen im Gesichtsausdruck, Augenbewegungen und Stimmspektren, die bei Deepfakes oft nicht perfekt nachgebildet sind.
„Wir wollen eine Sicherheitsschicht schaffen, die sowohl für Unternehmen als auch für private Nutzer zugänglich ist“, erklärt ein leitender Wissenschaftler des Projekts. Die Software soll künftig in gängige Videokonferenz-Plattformen integriert werden können. Noch befindet sich die Technologie im Teststadium, erste Prototypen zeigen jedoch vielversprechende Ergebnisse – auch bei schwierigen Lichtverhältnissen oder schlechten Internetverbindungen.
Da Hessen als Zentrum für IT-Sicherheit und Forschung gilt, wird das Projekt auch von der Landesregierung beobachtet. Experten sehen in der Entwicklung einen weiteren Schritt zur Stärkung des digitalen Vertrauens in der öffentlichen und privaten Kommunikation.
Quellen: heise online