KI-Überwachung am Frankfurter Flughafen: Streit zwischen Betriebsrat und Management

Am Frankfurter Flughafen spitzt sich der Konflikt zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung eines großen Logistikdienstleisters zu: Grund ist der geplante Einsatz künstlicher Intelligenz zur Überwachung von Beschäftigten. Das Management sieht in der Technologie eine Möglichkeit, Arbeitsabläufe zu optimieren und Sicherheitsstandards zu erhöhen. Der Betriebsrat kritisiert jedoch, dass die Privatsphäre der Mitarbeiter massiv beeinträchtigt werden könnte.

Geplant sei die Einführung von KI-gestützten Kamerasystemen, die Bewegungsprofile, Pausenzeiten und Arbeitsgeschwindigkeit automatisiert analysieren. Solche Systeme könnten zwar Effizienzgewinne bringen, warnen Gewerkschafter, birgen aber auch das Risiko einer ständigen Leistungsüberwachung. Besonders im sensiblen Umfeld des Luftfrachtgeschäfts bestehe die Gefahr, dass Mitarbeiter unter Dauerdruck geraten.

Der Betriebsrat hat bereits juristische Schritte angekündigt und fordert eine umfassende Einbindung der Arbeitnehmervertretung in die Entscheidungsprozesse. Datenschutzexperten aus Hessen mahnen zur Vorsicht: „Automatisierte Bewertung von Mitarbeiterleistungen darf nicht ohne klare gesetzliche Grundlage erfolgen“, so ein Sprecher der hessischen Datenschutzbehörde. Das Unternehmen betont, dass keine personenbezogenen Daten gespeichert werden sollen, sondern lediglich anonymisierte Auswertungen erfolgen.

Quellen: FAZ Online