Dortmund kauft neue Stadtbahnen ohne Klimaanlagen – Fahrgäste kritisieren Entscheidung

Während Nordrhein-Westfalen von anhaltenden Hitzewellen betroffen ist, sorgt eine Entscheidung der Dortmunder Stadtwerke für Diskussionen: Die neu angeschafften Stadtbahnen werden ohne Klimaanlagen ausgeliefert. Obwohl die Temperaturen im Sommer regelmäßig über 30 Grad liegen, setzt das Verkehrsunternehmen auf alternative Kühlmethoden – eine Entscheidung, die bei vielen Fahrgästen auf Unverständnis stößt.

Wie die Stadtwerke erklären, verzichte man auf Klimaanlagen aus mehreren Gründen: Zum einen würden sie den Energieverbrauch deutlich erhöhen, zum anderen seien sie wartungsintensiv und würden die Fahrzeugkosten in die Höhe treiben. Stattdessen sollen verbesserte Lüftungssysteme, helle Innenausstattungen und Sonnenschutzfolien für ein erträgliches Raumklima sorgen. Zudem werde der Ausbau der Schattenflächen an Haltestellen vorangetrieben.

Trotz dieser Argumente kritisieren Fahrgäste die fehlende Klimatisierung, insbesondere im Berufsverkehr. „Bei 35 Grad im Schatten ist das Fahren in den neuen Bahnen kaum auszuhalten“, berichtete ein Pendler. Auch die Gewerkschaft Verdi fordert eine Neubewertung der Entscheidung. Die Stadtwerke betonen jedoch, dass man sich bei der Beschaffung an langfristigen Nachhaltigkeitszielen orientiere und die Gesamtbilanz von Energieeffizienz und Komfort im Blick habe.

Quellen: ntv – Nachrichten (DE, 04.08.2026 13:00)