In Mainz brodelt die Debatte um ein neues Gaskraftwerk, das die KMW AG auf der Ingelheimer Aue errichten will. Obwohl das Unternehmen bereits über eine behördliche Genehmigung verfügt, wächst der Widerstand aus Reihen der Klimaschutzbewegung. Kritiker befürchten, dass das Kraftwerk die ambitionierten Klimaziele der Landeshauptstadt bis 2035 gefährdet.
Die Anlage soll als flexibler Energieversorger Strom und Wärme liefern, insbesondere in Zeiten geringer Erzeugung aus erneuerbaren Quellen. Doch Umweltaktivisten werfen dem Unternehmen vor, mit fossilen Energieträgern in die Vergangenheit zu blicken. „Ein Gaskraftwerk, selbst wenn es als Übergangstechnologie deklariert wird, bindet CO₂-Emissionen für Jahrzehnte“, so eine Sprecherin der lokalen Fridays-for-Future-Gruppe.
Die Stadtverwaltung betont hingegen die Notwendigkeit einer sicheren und stabilen Energieversorgung. Man prüfe alle Möglichkeiten, den Ausstoß durch effiziente Technologien und langfristig eine Umstellung auf grünes Gas zu minimieren. Dennoch bleibt die Skepsis groß – besonders angesichts des drängenden Handlungsbedarfs im Kampf gegen die Klimakrise.
Quellen: FAZ Online