FIFA-Präsident Gianni Infantino bereitet sich auf ein entscheidendes Treffen in Rabat vor, das als Krisensitzung unter hohem Druck steht. Laut Medienberichten will Infantino am Mittwoch ranghohe Funktionäre des Weltverbandes in der marokkanischen Hauptstadt treffen, um auf die eskalierende Kritik an seiner Führung sowie schwerwiegende Vorwürfe der Erpressung zu reagieren.
Die Anschuldigungen, deren Einzelheiten noch nicht vollständig öffentlich sind, haben auch innerhalb der FIFA Wellen geschlagen. Selbst bisherige Unterstützer und enge Mitarbeiter sollen sich inzwischen distanziert haben, was die politische Isolation Infantinos verstärkt. Das Treffen in Rabat gilt daher als möglicher Wendepunkt für seine weitere Amtszeit.
Der Austragungsort Marokko ist kein Zufall: Das Land genießt als aufstrebender Akteur im internationalen Fußball – unter anderem durch erfolgreiche Bewerbungen um Großturniere – zunehmend strategisches Gewicht innerhalb der FIFA. Zudem befindet sich in Rabat eines der regionalen Büros der Organisation, was logistische und symbolische Relevanz bietet. Beobachter sehen in der Wahl des Ortes auch ein Signal, dass Infantino versucht, Unterstützung aus afrikanischen und arabischen Mitgliedsverbänden zu mobilisieren.
Quellen: FAZ Online, Spiegel Online