Am Flughafen Leipzig/Halle ist am Mittwoch ein schwerer Sicherheitsvorfall gemeldet worden: Eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung wurde auf dem Gelände entdeckt. Wie die zuständigen Behörden bestätigten, konnte der Zünder inzwischen sicher entfernt werden. Sachsens Innenminister Georg Schuster bezeichnete den Vorfall als „sehr ernst“, während Brandenburgs Innenminister Redmann die Ereignisse als Bestätigung seiner Forderungen nach stärkerer Drohnenabwehr sieht.
Bundesinnenminister Dobrindt reiste noch am selben Tag zur Lagebesprechung nach Leipzig, um die Sicherheitsmaßnahmen an einem der wichtigsten Luftfrachtknoten Deutschlands zu überprüfen. Der Flughafen Leipzig/Halle, der auch für die Bundeswehr und humanitäre Einsätze von Bedeutung ist, bleibt vorerst betrieben, doch die Sicherheitsprotokolle werden überprüft. Die Hintergründe der Tat sowie die Identität möglicher Täter sind weiterhin unklar.
Der Vorfall wirft neue Fragen zur Sicherheit kritischer Infrastrukturen in Mitteldeutschland auf. Experten warnen vor möglichen Angriffen durch unbemannte Luftfahrzeuge, die immer häufiger auch für Sabotageakte genutzt werden könnten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Hinweisen auf mögliche Tätergruppen.
Quellen: ARD Tagesschau – Inland, Der Tagesspiegel