Hitzerekord und drohende Unwetter: Sachsen zwischen Dürre und Gewitterstürmen

Sachsen steht nach einer intensiven Hitzewelle vor einem abrupten Wetterumschwung. Nachdem am Mittwoch lokal Temperaturen von bis zu 38 Grad gemessen wurden, warnt das MDR-Wetterstudio vor starken Gewittern und Unwettern in den kommenden Tagen. Besonders die Regionen um Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind betroffen.

Die aktuelle Hitzewelle könnte laut Meteorologen die letzte größere des Sommers sein. Doch die Hitze hat bereits ihre Spuren hinterlassen: Die Dürre verschärft sich weiter, da kein nennenswerter Regen in Sicht ist. Landwirte berichten von beschädigten Ernten und zunehmend ausgetrockneten Böden. Auch die Forstwirtschaft fürchtet erhöhte Waldbrandgefahr, besonders in trocken gelegenen Regionen.

Michaela Koschak vom MDR-Wetterstudio erläuterte die aktuellen Prognosen: „Die Warmluftmassen stoßen nun auf kühlere Luft, was zu heftigen Konvektionen führen kann. Damit steigt die Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen.“ Besonders betroffen sein könnten ländliche Gebiete sowie Städte ohne ausreichende Entwässerungssysteme.

Die Behörden rufen zur Vorsicht auf: Bürger sollen lose Gegenstände im Freien sichern und bei Gewittern im Freien vermeiden. Gleichzeitig wird die Wassernutzung weiter eingeschränkt, um die knappen Ressourcen zu schonen. Die Kombination aus extremer Trockenheit und kurzzeitigen Starkniederschlägen könnte zu lokalen Überschwemmungen führen – ein sogenanntes „Dürre-Nass-Wechselrisiko“, das in den kommenden Jahren zunehmen könnte.

Quellen: MDR – Nachrichten