UN warnt vor zunehmenden Drohnenangriffen im Sudan: Zivilisten besonders betroffen

Die Vereinten Nationen haben vor einem dramatischen Anstieg tödlicher Drohnenangriffe im Sudan gewarnt. Wie aus einem aktuellen Bericht hervorgeht, waren Drohnenangriffe für mehr als 80 Prozent der zivilen Todesopfer im Land seit Anfang des Jahres verantwortlich. Die UN betont, dass die Zivilbevölkerung zunehmend in den Fokus militärischer Operationen gerät, was eine massive Verschärfung der humanitären Lage bedeutet.

Der Konflikt zwischen der sudanesischen Armee und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) dauert bereits seit April 2023 an und hat Hunderttausende zur Flucht gezwungen. In diesem Kontext haben sich Drohnen zu einer der Hauptwaffen entwickelt, insbesondere in städtischen Gebieten wie der Hauptstadt Khartum. Beobachter berichten von gezielten Angriffen auf Wohnviertel, Märkte und Krankenhäuser, die schwerwiegende Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht darstellen könnten.

Die UN fordern dringend eine unabhängige Untersuchung der Angriffe und einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung. Gleichzeitig wird internationaler Druck auf die Konfliktparteien erhöht, um einen Waffenstillstand zu erreichen. Die Lage bleibt jedoch instabil, und humanitäre Hilfsorganisationen berichten von zunehmenden Schwierigkeiten bei der Versorgung von Millionen Betroffener.

Quellen: France 24 – Africa