In einer raschen Reaktion auf die sinkenden Wasserstände des Donaus hat Rumänien beschlossen, vier Bargen mit Steinen im Fluss zu versenken. Diese Maßnahme soll den Wasserfluss zum Kernkraftwerk Cernavodă erhöhen, dessen zwei Reaktoren bei den aktuellen Niedrigwasserständen in Gefahr sind, abgeschaltet zu werden. Die Reaktoren sind für etwa 20 Prozent der elektrischen Energieversorgung des Landes verantwortlich und spielen eine entscheidende Rolle in der rumänischen Energiestrategie.
Die Entscheidung kommt inmitten einer Hitzewelle, die nicht nur die Wasserstände des Donaus, sondern auch die Stromversorgung des Landes belastet. Die Behörden haben die Bevölkerung bereits aufgefordert, den Stromverbrauch zu senken, um die Belastung des Stromnetzes zu verringern. Die Situation ist angespannt, da die Rekordniedrigwasserstände des Donaus die Betriebsfähigkeit der Reaktoren gefährden.
Die rumänischen Energiebetriebe stehen unter Druck, alternative Lösungen zu finden, um die Energieversorgung aufrechtzuerhalten. Das Versenken der Bargen ist eine kurzfristige Lösung, die jedoch auch Fragen zur langfristigen Nachhaltigkeit der Energieversorgung aufwirft, insbesondere in Anbetracht des Klimawandels und der steigenden Temperaturen.
Quellen: The Independent, Romania Insider