Die Harare Residents Trust (HRT), eine einflussreiche Bürgerinitiative, hat erhebliche Bedenken gegen Pläne der Regierung geäußert, städtischen Polizeibeamten des City of Harare Festnahmegewalt zu übertragen. In einer Stellungnahme warnte die Organisation, dass die Maßnahme die Bevölkerung einem erhöhten Risiko von Willkür und Missbrauch aussetzen könnte. Die HRT begründet ihre Kritik mit der langen Geschichte von Korruption und mangelhafter Rechtsdurchsetzung innerhalb der städtischen Behörden.
Derzeit besitzt die kommunale Polizei nur begrenzte Befugnisse, etwa bei der Durchsetzung von Ordnungsvorschriften oder beim Verkehrsdienst. Die vorgeschlagene Erweiterung ihrer Kompetenzen würde es ihnen ermöglichen, Personen ohne richterliche Anordnung festzunehmen – eine Befugnis, die bisher der nationalen Polizei vorbehalten ist. Kritiker befürchten, dass diese Macht in einem Umfeld mit unzureichender Aufsicht zu willkürlichen Festnahmen und Erpressung führen könnte.
Die HRT fordert stattdessen eine umfassende Reform der städtischen Sicherheitskräfte, einschließlich unabhängiger Kontrollmechanismen und transparenter Rekrutierung. „Bevor wir mehr Befugnisse vergeben, müssen wir sicherstellen, dass die Institutionen integere und rechenschaftspflichtige Strukturen haben“, erklärte ein Sprecher der Organisation. Die Debatte findet vor dem Hintergrund wiederholter Proteste gegen Misswirtschaft und Polizeigewalt in der Hauptstadt statt.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa