Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) veröffentlichte eine aktuelle Zwischenbilanz zu Badeunfällen in der Region Berlin-Brandenburg – mit erfreulichen Ergebnissen für das Land Brandenburg. Während in Berlin mehr als ein Dutzend Todesfälle durch Ertrinken registriert wurden, sank die Zahl in Brandenburg auf neun Tote, was etwa einer Halbierung gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Die meisten Unfälle ereigneten sich laut DLRG in natürlichen Gewässern wie Seen, insbesondere an nicht überwachten Badestellen. Expert:innen führen den positiven Trend in Brandenburg auf verstärkte Präventionskampagnen, bessere Beschilderung gefährlicher Zonen und die enge Zusammenarbeit mit Kommunen zurück. In vielen Gemeinden wurden zudem mobile Rettungsteams eingesetzt, besonders in touristisch stark frequentierten Regionen wie der Spreewald- oder Havelseenlandschaft.
„Wir sehen, dass Aufklärung wirkt“, sagte ein DLRG-Sprecher. „Gerade Kinder und Jugendliche werden heute früh über Gefahren im und am Wasser informiert.“ Dennoch appelliert die Organisation an alle Badegäste, stets Vorsicht walten zu lassen – besonders bei Alkoholkonsum, starkem Wellengang oder unbekannten Uferzonen. Für die restlichen Sommerwochen bleibt die Warnstufe erhöht, da viele Unfälle erst im August geschehen, wenn die Wassertemperaturen steigen und die Wassergänge stärker genutzt werden.
Quellen: Der Tagesspiegel