Die belarussische Oppositionsführerin Sviatlana Tsikhanouskaya hat die Entscheidung der Regierung in Minsk kritisiert, den Nachrichtensender Euronews als ‚extremistisch‘ einzustufen. In einer Erklärung bezeichnete sie diesen Schritt als eine direkte Bedrohung der Pressefreiheit und der Rechte der Zuschauer in Weißrussland.
Tsikhanouskaya betonte, dass die Einstufung von Euronews als extremistisch nicht nur die Arbeit des Senders behindere, sondern auch dazu führe, dass die Zuschauer, die sich auf die Berichterstattung verlassen, zur Zielscheibe von Repressionen würden. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Strategie der belarussischen Regierung, die Kontrolle über die Medienlandschaft zu verstärken und kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.
Die Opposition sieht in dieser Maßnahme einen weiteren Beweis für die autoritäre Tendenz der Regierung unter Präsident Alexander Lukaschenko, die seit den umstrittenen Wahlen im Jahr 2020 an der Macht ist. Tsikhanouskaya forderte internationale Unterstützung für die Verteidigung der Pressefreiheit und der Menschenrechte in ihrem Land.
Quellen: Euronews