Die Grünen stehen vor einer Zitterpartie bei der kommenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Laut aktuellen Umfragen und politischen Analysen liegt die Partei nur hauchdünn an der Fünf-Prozent-Kante, die notwendig ist, um erneut in das Landesparlament einzuziehen. Sollten die Grünen scheitern, verliert die rot-schwarz-grüne Koalition ihre Mehrheit – was die Regierungsbildung deutlich erschweren würde.
In Greifswald, einer Hochburg grüner Kommunalpolitik, machen sich Mitglieder der Partei stark für einen Durchbruch. „Wir spüren den Gegenwind – aber wir kennen das von der Küste her“, sagte eine Aktivistin vor Ort. Wahlkampfstände wurden auf Marktplätzen aufgebaut, Infomaterial verteilt, Bürgergespräche geführt. Die Grünen setzen dabei vor allem auf Themen wie Klimaschutz, nachhaltige Mobilität und den Erhalt der Ostseeküste.
Angesichts der angespannten Lage könnte die künftige Regierungskoalition im Nordosten neu verhandelt werden müssen. Sowohl SPD als auch CDU müssten möglicherweise auf andere Partner wie die Linke oder die FDP zugehen, falls die Grünen scheitern. Beobachter sehen in diesem Szenario eine Zäsur für die Landespolitik – besonders, da die Grünen in den vergangenen Jahren zunehmend Einfluss gewonnen hatten.
Quellen: Der Tagesspiegel