Potsdam ruft zu Picknick-Demo gegen Rechtsextremismus auf

Potsdam schließt sich am kommenden Samstag einer bundesweiten Aktion gegen rechtsextreme Strömungen an – mit einer ungewöhnlichen Form des Protests: einer Picknick-Demo. Unter dem Motto „Demokratie ist kein Einzelkampf“ laden zivilgesellschaftliche Gruppen, Initiativen und die Stadtverwaltung dazu ein, gemeinsam auf dem Platz der Einheit zu picknicken, zu diskutieren und friedlich Flagge zu zeigen. Die Aktion ist Teil einer Koordinierung in elf deutschen Landeshauptstädten, die gegen die Aufmärsche rechtsextremer Parteien und deren zunehmenden Einfluss protestieren.

Im Gegensatz zu lautstarken Demonstrationen setzt die Potsdamer Veranstaltung auf Ruhe, Gemeinschaft und symbolische Präsenz. Teilnehmende werden gebeten, eigene Decken, Speisen und Schilder mit demokratischen Botschaften mitzubringen. Musik und kurze Redebeiträge sind geplant, doch der Fokus liegt auf der sichtbaren Solidarität. „Wir wollen zeigen, dass Demokratie im Alltag gelebt wird – beim Gespräch über ein Picknick, beim Miteinander, beim Respekt“, so eine Organisatorin.

Die Stadt unterstützt die Aktion logistisch und betont die Bedeutung friedlicher Bürgerbeteiligung. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen und regionaler Vorfälle rechtsextremer Agitation sehen viele Potsdamerinnen und Potsdamer Handlungsbedarf. Die Picknick-Demo soll keine Polarisierung schüren, sondern die Mehrheit der demokratiebereiten Bürger sichtbar machen. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr und ist für alle Altersgruppen offen.

Quellen: Der Tagesspiegel