Ein Schiff einer traditionsreichen Hamburger Reederei ist im Rahmen eines russischen Drohnenangriffs vor der ukrainischen Schwarzmeerküste beschädigt worden. Wie aus Berichten internationaler Nachrichtenagenturen hervorgeht, war der Frachter der Reederei Gerhard E. Schröder & Co. aus Hamburg-Zentrum Ziel eines Angriffs nahe der Hafenstadt Odessa. Der Angriff ereignete sich zeitgleich mit der Zerstörung eines Lagerhauses des deutschen Unternehmens Liqui Moly in der Nähe von Kyjiw.
Obwohl die Reederei bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben hat, bestätigen mehrere Medienberichte, dass das betroffene Schiff unter deutscher Flagge fährt und in Hamburg registriert ist. Augenzeugenberichten aus der Region zufolge schlug die Drohne vermutlich im Bereich der Laderäume ein, was zu erheblichen strukturellen Schäden, aber glücklicherweise zu keinen Verletzungen führte. Die Crew habe den Vorfall unverletzt überstanden und sei in Sicherheit.
Die Hamburger Hafenwirtschaft verfolgt die Lage aufmerksam. Experten warnen vor möglichen Auswirkungen auf die Versicherungsbedingungen und Handelsrouten deutscher Reedereien im Schwarzen Meer. Die Bundesregierung hatte zuletzt vor der zunehmenden Gefährdung ziviler Schiffe in der Region gewarnt. Die Reederei Gerhard E. Schröder & Co., gegründet 1881, ist seit über einem Jahrhundert im Hamburger Hafen ansässig und betreibt Frachtschifffahrt in mehreren Weltregionen.
Die Hamburger Wirtschaftsbehörde hat angekündigt, eng mit dem Bundeswirtschaftsministerium zusammenzuarbeiten, um betroffene Unternehmen zu unterstützen. Der Zwischenfall unterstreicht erneut die globale Reichweite des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine – bis in die Hamburger Reedereiszene.
Quellen: Der Tagesspiegel