Ruanda verschärft Strafen für Diebstahl geschützter Pflanzensorten

Ruanda hat mit einer neuen landwirtschaftlichen Gesetzgebung reagiert, um den Diebstahl und unrechtmäßigen Schutz von Pflanzensorten zu bekämpfen. Unternehmen, die vorsätzlich eine bereits geschützte Sorte eines anderen Züchters oder Forschers registrieren oder sich unrechtmäßig als Eigentümer ausgeben, drohen nun empfindliche Sanktionen.

Wie das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung mitteilt, können Verstöße gegen das neue Rechtsinstrument mit einer Geldstrafe von bis zu 100 Millionen Ruanda-Franc (RWF) geahndet werden – was etwa 70.000 US-Dollar entspricht. Alternativ kann eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verhängt werden. Die Maßnahme soll Innovation im Agrarsektor schützen und Investitionen in die Pflanzenzüchtung langfristig sichern.

Die Regierung betont, dass der Schutz geistigen Eigentums im Agrarbereich entscheidend sei, um lokale Forscher, Kleinbauern und Agrarunternehmen zu fördern. Durch unlautere Aneignung könnten jahrelange Entwicklungsarbeit und wissenschaftliche Fortschritte untergraben werden. Das neue Gesetz ist Teil einer breiteren Strategie zur Modernisierung der Landwirtschaft und Stärkung des Innovationsökosystems im Land.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa