Der FC Bayern hat nach Abschluss seiner Asienreise erneut eindringlich zur Internationalisierung der Bundesliga aufgerufen. Die Führung des Münchner Traditionsvereins betonte, dass grenzüberschreitende Präsenz kein Alleingang einzelner Clubs sein dürfe, sondern eine gemeinsame Aufgabe aller Erstligisten. „Internationalisierung ist keine Option, sondern eine Pflicht“, sagte Marketing-Vorstand Christoph Freund am Donnerstag in Tokio. „Es kann kein Solo-Lauf sein.“
Während des mehrtägigen Aufenthalts in Japan und Singapur absolvierte der Rekordmeister Freundschaftsspiele, führte Sponsorentreffen durch und intensivierte Partnerschaften mit asiatischen Unternehmen. Die Erfolge im Auslandsgeschäft seien beeindruckend, doch allein der FC Bayern könne die globale Reichweite der Liga nicht tragen. Andere Bundesligavereine müssten folgen, forderte Freund – mit eigenen Tourneen, digitalen Angeboten und kulturellen Kooperationen.
Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, da die Bundesliga im internationalen Vergleich gegenüber Premier League und LaLiga an Attraktivität verliert. Insbesondere im Streaming-Bereich und bei TV-Rechten hinkt die deutsche Liga hinterher. Auch aus anderen Klubs gibt es mittlerweile Zustimmung für eine strategischere Außenpolitik. Ob daraus jedoch ein gemeinsames Konzept entsteht, bleibt abzuwarten. Der FC Bayern will seine Rolle als Vorreiter beibehalten – aber nicht länger als einziger Akteur agieren müssen.
Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel