Im Bundesland Brandenburg macht aktuell ein Name Schlagzeilen, der weit über die Grenzen der Lausitz hinausreicht: Claus-Dieter Wollitz, Trainer von Energie Cottbus. Der Verein aus der brandenburgischen Stadt Cottbus ist zurück in der 2. Fußball-Bundesliga – und mit Wollitz kehrt auch ein unverwechselbarer Führungsstil in den Profifußball zurück.
Bekannt für seine unkonventionellen Maßnahmen, erlaubt Wollitz seinen Spielern nach Siegen bis in die frühen Morgenstunden zu feiern – bis 5 Uhr morgens ist ausdrücklich erlaubt. Diese Freizügigkeit steht im scharfen Kontrast zu den strengen Regeln vieler anderer Bundesligisten, doch bei Energie Cottbus zählt Vertrauen über Kontrolle. Der Trainer setzt auf emotionale Bindung und innere Motivation statt auf Disziplin von oben.
Ein weiteres Beispiel für sein Engagement: Wollitz verschob eine notwendige medizinische Operation an sich selbst, um sich voll und ganz auf die Vorbereitung der Mannschaft konzentrieren zu können. Diese Hingabe macht ihn zu einer Respektsperson innerhalb des Vereins und unterstreicht seine Rolle als letzter Vertreter eines alten, leidenschaftlichen Trainer-Genres – oft auch als „Pele“ Wollitz bezeichnet, eine Anspielung auf seine ikonische Stellung.
Für Brandenburg ist der Erfolg von Energie Cottbus mehr als nur ein sportlicher Aufstieg. Er symbolisiert Hoffnung und Identität für eine Region, die wirtschaftlich oft im Schatten steht. Mit Wollitz als Gesicht des Vereins wird Fußball hier nicht nur gespielt – er wird gelebt.
Quellen: Der Tagesspiegel