In der westlichen Region Ugandas haben 41 sudanesische Flüchtlinge an einem speziellen Traumaheilungs- und psychosozialen Unterstützungsprogramm teilgenommen. Der Workshop fand am 3. und 4. August 2026 statt und richtete sich gezielt an Frauen und Jugendliche, die direkt von den andauernden Konflikten im Sudan betroffen sind. Die Veranstaltung wurde von dem Darfur Network for Human Rights organisiert und in zwei Gruppen durchgeführt: 20 Teilnehmer nahmen am ersten Tag teil, 21 am zweiten Tag.
Die meisten der Teilnehmenden stammen aus den besonders kriegsgebeutelten Regionen Darfur und Süd-Kordofan, wo schwere Menschenrechtsverletzungen und gewaltsame Auseinandersetzungen seit Jahren die Bevölkerung treffen. Als Überlebende von Gewalt, Vertreibung und Trauma erhalten sie durch solche Programme dringend benötigte psychologische Unterstützung, um langfristig psychische Belastungen verarbeiten zu können. Die Organisatoren betonten, dass psychosoziale Hilfe ein entscheidender Baustein für die Resilienz von Flüchtlingsgemeinschaften sei.
Uganda beherbergt eine der größten Flüchtlingspopulationen Afrikas, darunter über eine Million sudanesische Flüchtlinge, die vor dem seit April 2023 andauernden Bürgerkrieg im Sudan geflohen sind. Internationale und lokale Organisationen arbeiten unter erschwerten Bedingungen daran, nicht nur grundlegende Versorgung, sondern auch psychologische Betreuung anzubieten. Solche Workshops tragen dazu bei, das Stigma psychischer Erkrankungen abzubauen und Betroffenen neue Perspektiven zu eröffnen.
Quellen: AllAfrica – East Africa