Skandal an malawischer Universität: Absolventen werfen MUST Benotungsunregelmäßigkeiten vor

Das erste Absolventenfest der Open, Distance and e-Learning (ODeL)-Abteilung an der Malawi University of Science and Technology (MUST) hat sich in einen Skandal verwandelt. Bei der feierlichen Zeremonie am Donnerstag traten mehrere Absolventen öffentlich mit schwerwiegenden Vorwürfen gegen die Universität hervor. Sie behaupten, ihre Abschlussnoten seien unfair vergeben worden und es habe systematische Ungerechtigkeiten bei der Klassifizierung der akademischen Leistungen gegeben.

Einige ehemalige Studierende machten darüber hinaus anonymisierte Anschuldigungen, wonach Dozenten sexuelle Beziehungen gegen bessere Noten verlangt hätten – ein sogenanntes ‚Sex-for-Grades‘-System. Diese Vorwürfe erschüttern das Ansehen der jungen, aber renommierten Wissenschafts-Hochschule, die als Vorreiterin für technologisch gestütztes Lernen in der Region gilt.

Die Universität hat bislang nicht offiziell auf die Anschuldigungen reagiert. Doch die Debatte löste bereits breite Empörung in sozialen Medien und unter Bildungsexperten in Malawi aus. Bildungsaktivisten fordern eine unabhängige Untersuchung, um die Integrität des akademischen Systems wiederherzustellen. Die ODeL-Abteilung, die Fern- und Online-Studium anbietet, steht besonders unter Beobachtung, da ihre Bewertungssysteme weniger transparent sind als bei Präsenzstudien.

Die Affäre wirft Fragen über die Aufsicht und Qualitätssicherung an malawischen Hochschulen auf. Beobachter warnen, dass solche Vorfälle das Vertrauen in die nationale Bildungspolitik untergraben könnten – besonders in einem Land, das massiv in den Ausbau der Hochschulbildung investiert.

Quellen: Nyasa Times