Pilotprojekt in Cottbus: Ambulante Knie-OPs revolutionieren medizinische Versorgung in der Lausitz

In der Cottbuser Praxis des Orthopäden und CDU-Landtagsabgeordneten Michael Schierack läuft ein wegweisendes Pilotprojekt zur ambulanten Versorgung von Patienten mit Kniegelenksproblemen. Dank moderner Operationsverfahren und optimierter Nachsorge erhalten Betroffene ihr neues Kniegelenk — und können bereits am nächsten Tag wieder zu Hause sein. Ein Ansatz, der nicht nur die Lebensqualität der Patienten steigern, sondern auch Kapazitäten in Kliniken entlasten soll.

Schierack betont, dass die ambulante Versorgung durch standardisierte Abläufe, minimale Schnitttechniken und intensiven physiotherapeutischen Support möglich geworden sei. „Wir zeigen hier, dass hochwertige Medizin nicht zwangsläufig mit langen Krankenhausaufenthalten verbunden sein muss“, sagt er. Gerade für strukturschwache Regionen wie die Lausitz sei dies ein entscheidender Fortschritt, da viele Patienten lange Anfahrtswege zu größeren Zentren haben.

Das Projekt stößt bei Fachleuten auf Interesse: Das brandenburgische Gesundheitsministerium prüft, ob das Modell auf andere Regionen des Bundeslandes übertragen werden kann. Kassenärztliche Vereinigungen sehen Potenzial, warnen aber vor zusätzlichen Belastungen für Hausärzte und Physiotherapeuten bei der Nachbetreuung. Dennoch gilt das Cottbuser Projekt als vielversprechendes Beispiel dafür, wie medizinische Nahversorgung in ländlichen Gebieten zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Quellen: Der Tagesspiegel