Brandenburgs Gewässer befinden sich auch im Sommer 2026 weiterhin in einer angespannten Lage: Zahlreiche Seen und Flüsse führen deutlich weniger Wasser als üblich. Die sogenannten Seestände liegen laut aktuellen Messungen vielerorts auf Allzeitminima – ein Zustand, der bereits in den vergangenen Jahren beobachtet wurde, aber nach Ansicht von Umweltfachleuten zunehmend besorgniserregend ist.
Obwohl Trockenperioden in der Region nicht neu sind, heben Experten hervor, dass die Dauer und Tiefe der aktuellen Niedrigwasserphasen über das bisher Beobachtete hinausgehen. Besonders betroffen sind Gebiete in der Niederlausitz sowie Teile der Märkischen Schweiz, wo Seen teilweise so stark abgesunken sind, dass Uferzonen erheblich vergrößert wurden und Bootsanlegestellen nicht mehr nutzbar sind. Auch die Grundwasserspeicher sind angespannt, was langfristig die Trinkwasserversorgung beeinträchtigen könnte.
Die Landesregierung hat mittlerweile Maßnahmen zur Wassereinsparung in Kommunen empfohlen, darunter die Reduzierung von Bewässerungsflächen und verstärkte Aufklärungskampagnen. Dennoch fehlt es an flächendeckenden, bindenden Regelungen. Klimaforscher aus Potsdam betonen, dass solche Entwicklungen mit fortschreitender Erderwärmung häufiger auftreten könnten – und Brandenburg besonders verwundbar sei aufgrund seiner sandigen Böden und geringen Niederschlagsmenge.
Quellen: Der Tagesspiegel