Im sonntäglichen Angelus-Gebet hat Papst Leo XIV. erneut auf die humanitäre Krise im Sudan aufmerksam gemacht und zum Schutz der Zivilbevölkerung aufgerufen. Während sein Hauptanliegen der Ukraine-Konflikt war, äußerte der Papst auch tiefe Besorgnis über die andauernden Kämpfe im Sudan, wo seit über zwei Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen der sudanesischen Armee und den sogenannten „reitenden Teufeln“ – einer Bezeichnung für mobile Milizen – Tausende getötet und Millionen vertrieben haben.
Mehr als 13 Millionen auf der Flucht
Laut Angaben des Spiegel sind inzwischen mehr als 13 Millionen Menschen im Sudan vor den Kämpfen geflohen – Männer, Frauen und Kinder, die um ihr Überleben bangen. Besonders in der Region Obeid droht nach Berichten humanitärer Organisationen ein weiteres Massaker, während die internationale Gemeinschaft bislang nur zögerlich reagiert. Der Papst nutzte seine Botschaft, um dringend mehr internationale Hilfe für die betroffenen Regionen einzufordern.
Dritter Sommer im Krieg
Der Konflikt im Sudan, der im April 2023 begann, befindet sich mittlerweile im dritten Jahr. Die anhaltende Gewalt hat das Land destabilisiert, die Infrastruktur zerstört und eine der schwersten humanitären Krisen Afrikas ausgelöst. Trotz vereinzelter Vermittlungsversuche bleibt ein dauerhafter Waffenstillstand aus. Der Appell des Papstes richtet sich nicht nur an die Konfliktparteien, sondern auch an die globale Staatengemeinschaft, endlich konkrete Maßnahmen zu ergreifen.
Quellen: ZEIT Online – Außenpolitik, Spiegel Online