Der bewaffnete Konflikt im Sudan, der im April 2023 begann, zieht sich weiterhin hin und erreicht nun seinen dritten Sommer – mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung. Mehr als 13 Millionen Menschen wurden bisher vertrieben, darunter zahlreiche Familien, die in provisorischen Lagern unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Die Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und den als „reitenden Teufeln“ bekannten Milizen haben große Teile des Landes verwüstet.
Obeid im Fokus der Sorge
Besonders alarmierend ist die Lage in der Stadt Obeid im südlichen Sudan. Dort mehren sich Berichte über drohende Angriffe auf Zivilisten, die ein neues Massaker befürchten lassen. Humanitäre Organisationen warnen, dass die Versorgung mit Nahrung, Wasser und medizinischer Hilfe zusammenbreche. Trotzdem bleibt der Zugang für Helfer stark eingeschränkt.
Papst ruft zur Solidarität auf
Papst Leo XIV. griff die Krise am Sonntag im Angelus-Gebet auf und appellierte an die internationale Gemeinschaft, stärker zu helfen. Sein Aufruf unterstreicht die zunehmende Frustration darüber, dass der Sudan-Konflikt weltweit zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Diplomatische Initiativen stagnieren, während die humanitäre Notlage eskaliert.
Quellen: Spiegel Online, ZEIT Online – Außenpolitik