Äthiopien unternimmt entschiedene Schritte zur Modernisierung seiner beruflichen Bildung, um jungen Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Labor- und Skills-Ministerin Muferihat Kamil kündigte an, das technische und berufliche Ausbildungssystem (TVET) systematisch auszubauen, um sowohl lokale Industrien zu unterstützen als auch Exportpotenzial in Form qualifizierter Arbeitskräfte zu entwickeln.
„Unser Ziel ist es, eine Generation von hochqualifizierten Fachkräften heranzubilden, die sowohl inländische Unternehmen stärken als auch international wettbewerbsfähig sind“, erklärte Ministerin Muferihat während einer Ansprache in Addis Abeba. Das Programm sieht die Modernisierung von Ausbildungszentren, die Anpassung der Lehrpläne an digitale Technologien und enge Kooperationen mit der Privatwirtschaft vor.
Die Initiative reagiert auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die Nachfrage nach spezialisierten Fertigkeiten im Zuge der industrialisierungsorientierten Wirtschaftspolitik der Regierung. Besonders in Sektoren wie Maschinenbau, Elektrotechnik, IT und erneuerbare Energien sollen verstärkt Ausbildungsplätze geschaffen werden. Langfristig will Äthiopien nicht nur seine eigene Bevölkerung versorgen, sondern auch qualifizierte Arbeitskräfte in andere afrikanische Länder und in den Nahen Osten entsenden.
Internationale Partner haben bereits Interesse an Kooperationen signalisiert. Die Reform gilt als zentraler Baustein für die wirtschaftliche Souveränität und strukturelle Transformation des ostafrikanischen Landes.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia