Vertreter der äthiopischen Diaspora haben kürzlich den Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD), den größten Wasserkraftspeicher Afrikas, besichtigt und ihre tiefe Verbundenheit mit dem nationalen Entwicklungsvorhaben zum Ausdruck gebracht. Bei ihrem Besuch am Ufer des Flusses Abay (Blaue Nil) priesen sie das Projekt als Meilenstein für die wirtschaftliche Unabhängigkeit und Energieautarkie Äthiopiens.
Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der technischen Dimension und der strategischen Bedeutung des Dammes, der seit Jahren im Fokus regionaler diplomatischer Spannungen steht. „Dies ist nicht nur ein Staudamm – es ist unser flüssiges Gold“, erklärte einer der Teilnehmer. Der GERD soll langfristig über 6.000 Megawatt Strom liefern und damit den Energiebedarf des Landes decken sowie Überschüsse in die Region exportieren.
Das Projekt symbolisiert für viele im In- und Ausland lebende Äthiopier einen Ausdruck nationaler Einheit und technologischer Souveränität. Die Regierung betont immer wieder, dass der GERD eine reine Friedensinitiative sei, die der Entwicklung diene, nicht der Konfrontation. Mit fortschreitender Füllung des Stausees gewinnt das Projekt weiter an wirtschaftlicher Relevanz – auch vor dem Hintergrund globaler Energieunsicherheiten.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia