Ab dem kommenden Schuljahr wird der Unterricht in Ruanda um ein umfassendes Programm außerschulischer Aktivitäten erweitert. Wie das staatliche New Times berichtet, werden Lernende ab September die letzten 90 Minuten jedes Schultags mit strukturierten Co-Curricular-Aktivitäten verbringen. Ziel ist es, die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und theoretisches Wissen durch praktische Erfahrung zu ergänzen.
Zu den neuen Aktivitäten gehören neben Sport und künstlerischen Fächern auch Debattierclubs, Führungsworkshops und praktische naturwissenschaftliche Experimente. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, kritisches Denken, Teamarbeit und kreative Problemlösungsfähigkeiten bei den Schülern zu stärken. Bildungsexperten sehen darin einen wichtigen Schritt zur Modernisierung des Bildungssystems und zur besseren Vorbereitung auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts.
Die Initiative wird als Teil der nationalen Strategie „Education for Competitiveness“ betrachtet, die darauf abzielt, nicht nur akademische Leistungen zu steigern, sondern auch weiche Fähigkeiten wie Kommunikation, Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenz systematisch auszubauen. Die Aktivitäten werden von Lehrkräften und externen Fachleuten betreut und sollen schrittweise an allen weiterführenden Schulen des Landes eingeführt werden.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa