Simbabwe setzt Sonderkommando gegen illegale Minenarbeit ein

Die simbabwische Regierung reagiert mit einer neuen Initiative auf die zunehmende Ausbreitung von illegalen Bergbaustätten im Land. Ein speziell eingerichtetes Regierungskommando soll künftig koordiniert gegen ungenehmigte Gold- und Diamantminen vorgehen, die in weiten Teilen des Landes, besonders in ländlichen Gebieten, gedeihen.

Laut offiziellen Stellungungen aus Harare wird illegaler Bergbau als Hauptursache für Umweltschäden, Bodenerosion, Wasserverschmutzung und Sicherheitsprobleme angesehen. Zudem entgehen dem Staat durch den Schwarzmarkt jährlich Millionenbeträge an Steuereinnahmen. Die neue Task Force soll aus Vertretern von Polizei, Armee, Bergbaubehörden und Umweltministerium bestehen und über erweiterte Befugnisse zur Räumung und Schließung von illegalen Minen verfügen.

Experten weisen jedoch darauf hin, dass viele Kleinbergarbeiter aus wirtschaftlicher Not heraus in den illegalen Abbau gedrängt werden. Die Armut und fehlende Arbeitsplätze treiben Tausende in abgelegene Regionen, wo sie in oft lebensgefährlichen Bedingungen nach Edelmetallen suchen. Eine nachhaltige Lösung müsse daher auch wirtschaftliche Perspektiven schaffen, so Kritiker der rein repressiven Strategie.

Die Regierung betont, dass der Kampf gegen den illegalen Bergbau Teil einer umfassenderen Reform der Bergbauindustrie sei, die Investitionen im legalen Sektor fördern und die Ressourcennutzung transparenter machen soll.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business