Felix Semmelroth ist tot: Frankfurts ehemaliger Kulturdezernent verstorben

Der frühere Frankfurter Kulturdezernent Felix Semmelroth ist am Sonntag im Alter von 67 Jahren verstorben. Sein Tod markiert das Ende einer prägenden Ära für die Frankfurter Kulturszene. Zehn Jahre lang hatte Semmelroth als Dezernent die Geschicke der städtischen Kulturinstitutionen geleitet – mit einem Anspruch an Qualität, Diversität und gesellschaftlicher Relevanz.

Semmelroth, bekannt für seine ruhige, nachdenkliche Art und eine tiefe Verbundenheit mit dem künstlerischen Ausdruck, hinterlässt ein umfangreiches Erbe. Unter seiner Führung wurden nicht nur etablierte Häuser wie die Oper, das Schauspiel und die Museen gestärkt, sondern auch kleinere, experimentelle Projekte gefördert. Er setzte sich besonders für die Vernetzung von Kultur und Stadtgesellschaft ein und war stets ein Fürsprecher für künstlerische Freiheit – auch wenn dies politisch unbequem wurde.

Laut Zeitzeugen ging er „im Zorn“ aus dem Amt, nachdem ihm die Wiederernennung verweigert worden war. Dennoch habe er rückblickend zufrieden auf seine Amtszeit blicken können, heißt es aus seinem Umfeld. Die Frankfurter Kulturlandschaft verliert mit ihm eine prägende Persönlichkeit, deren Einfluss über sein Amt hinaus wirken wird.

Quellen: FAZ Online