Im Hamburger Mundsburg Tower fallen für die Unterbringung von Geflüchteten monatlich bis zu 8.510 Euro pro Wohnung an – ein Betrag, der das Sechsfache regulärer Unterkunftskosten übersteigt. Diese Zahlen haben eine hitzige Debatte über das umstrittene Hochhaus-Projekt ausgelöst, das ursprünglich als urbanes Wohnkonzept geplant war, nun aber als Notunterkunft dient.
Die Opposition wirft der Hamburger Stadtregierung vor, mit überhöhten Mieten und ineffizienten Verträgen Steuergelder zu verschwenden. Besonders kritisiert wird, dass die Kosten pro Quadratmeter deutlich über den Preisen liegen, die private Mieter im selben Gebäude zahlen. „Das ist kein Wohnkonzept, sondern eine Finanzpanne“, so ein Abgeordneter der FDP-Fraktion.
Die zuständige Behörde verteidigt die Ausgaben mit den besonderen Sicherheits- und Betreuungsleistungen, die in dem Gebäude erforderlich seien. Dennoch wächst der Druck auf die Stadt, transparente Rechenschaft über die Finanzierung abzulegen. Der Mundsburg Tower, ein ehemaliges Bürohochhaus, wurde umgebaut, um Platz für mehrere hundert Geflüchtete zu schaffen – doch die hohen Kosten gefährden nun das gesamte Projekt.
Quellen: Welt Online