Der somalische Verteidigungsminister Ahmed Moallin Fiqi hat sich am Montag in Mogadishu mit George Conway, stellvertretender Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen für Somalia und humanitärer Koordinator, sowie Sandra Lattouf, Unicef-Vertreterin in Somalia, zu Gesprächen über den Schutz von Kindern im Kontext bewaffneter Auseinandersetzungen getroffen. Ziel der Beratungen war es, die Zusammenarbeit zwischen der somalischen Regierung und internationalen Organisationen zu intensivieren, um Kinder vor Rekrutierung, Gewalt und anderen Folgen von Konflikten zu schützen.
Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit struktureller Maßnahmen, darunter verbesserte Überwachungsmechanismen, Aufklärungsprogramme und den Ausbau lokaler Schutzsysteme. Besonders im Fokus stand die Umsetzung internationaler Standards wie der sogenannten „Child Protection Clauses“ in Sicherheitsabkommen. Unicef bekräftigte seine Bereitschaft, Kapazitäten auszubauen, um misshandelte oder entführte Kinder schneller zu identifizieren und psychosozial zu unterstützen.
Fokus auf langfristige Prävention
Neben der unmittelbaren Hilfe sei auch die langfristige Integration ehemals rekrutierter Kinder in ihre Gemeinschaften entscheidend, so die Experten. Die UN-Seite lobte Fortschritte bei der Identifizierung von Risikozonen und kooperativen Meldestrukturen mit lokalen Behörden. Beide Seiten vereinbarten eine engere Abstimmung bei zukünftigen Einsätzen, um sicherzustellen, dass kinderschutzrelevante Aspekte systematisch berücksichtigt werden.
Quellen: AllAfrica – East Africa