Kampf um Erb- und Landrechte: Witwen in Uganda fordern besseren Schutz

In Uganda wächst die Forderung nach wirksamerem Schutz der Landrechte von Witwen – trotz gesetzlicher Regelungen bleibt die Umsetzung vor Ort oft aus. Wie kürzlich vom Independent (Kampala) berichtet, liegt das Problem nicht mehr im Fehlen von Gesetzen, sondern in deren Durchsetzung. Traditionelle Strukturen und mangelnde rechtliche Aufklärung führen dazu, dass viele Witwen nach dem Tod ihres Ehemanns von Familienangehörigen enterbt oder von ihrem Grundstück vertrieben werden.

Insbesondere in ländlichen Regionen wird Land häufig als männliches Erbgut betrachtet. Frauen haben zwar laut ugandischem Recht Anspruch auf gemeinsam erworbene Immobilien, doch ohne Unterstützung durch lokale Behörden oder Gerichte sind diese Ansprüche kaum durchsetzbar. Nicht selten fehlen Dokumente oder Grundbuchregister, was es leicht macht, weibliche Erben auszuschließen.

Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern nun verstärkte Aufklärungskampagnen, stärkere Präsenz von Rechtsberatern in ländlichen Gebieten und konsequente Strafverfolgung bei Landraub. „Gesetze zu haben reicht nicht“, heißt es in dem Bericht. „Wir brauchen Institutionen, die sie lebendig machen.“

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa