Bei einem schweren Unglück in einer verlassenen Goldmine bei Westonaria, rund 60 Kilometer westlich von Johannesburg, sind am Dienstag mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Ein plötzlicher Felssturz begrub eine Gruppe sogenannter ‚Zama-Zama‘ – illegale Bergleute – unter sich, als sie tief in den verfallenen Stollen arbeiteten. Laut südafrikanischer Polizei stammten die meisten der Getöteten aus dem benachbarten Königreich Lesotho.
Die betroffene Mine gehört zu Hunderten stillgelegten Schächten rund um das Witwatersrand-Becken, die seit Jahren Ziel von informellen Bergbauaktivitäten sind. Trotz wiederholter Warnungen vor Einstürzen und giftigen Gasen riskieren Tausende – oft aus wirtschaftlicher Not – ihr Leben, um an verbliebene Goldvorkommen zu gelangen. Viele dieser Arbeiter reisen aus ärmeren Nachbarländern wie Lesotho, Mosambik und Simbabwe an, wo Arbeitslosigkeit hoch ist.
Lokale Rettungsteams sowie Spezialkräfte der südafrikanischen Minenrettung konnten nur Leichen bergen; es gibt keine Hinweise auf Überlebende unter den Verschütteten. Mehrere Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Behörden kündigten an, verstärkt gegen illegale Eindringlinge in Minengebiete vorzugehen, doch Experten warnen, dass solange strukturelle Armut und fehlende Alternativen bestehen, die Gefahr weiterhin besteht.
Die Regierung von Lesotho wurde von südafrikanischer Seite informiert und bereitet möglicherweise die Rückführung der sterblichen Überreste vor. Das Tragödie wirft erneut ein Schlaglicht auf die prekären Lebensumstände vieler Basotho und die grenzüberschreitenden Herausforderungen im informellen Bergbau.
Quellen: Africanews EN