Am Montag erreichte ein ungewöhnlich starker Kältewirbel das südliche Afrika und brachte späten Schneefall in Teile von Lesotho und angrenzenden Regionen Südafrikas. Obwohl der meteorologische Winter dem Ende entgegengeht, sorgte ein intensiver Polarluftvorstoß für Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, wodurch Schnee in den hochgelegenen Gebieten des Königreichs fiel – eine seltene, aber nicht beispiellose Erscheinung.
Lesotho, vollständig von Südafrika umgeben und überwiegend auf mehr als 1.400 Meter Höhe gelegen, ist bekannt für kalte Wintermonate. Dennoch überraschte der späte Schneefall Anfang August viele Bewohner, insbesondere in ländlichen Regionen wie Maseru und Butha-Buthe. Lokale Behörden warnten vor möglichen Verkehrsbehinderungen und eingeschränkter Erreichbarkeit abgelegener Dörfer, wo Straßen schlecht ausgebaut sind.
Während die Schneemengen nicht außergewöhnlich hoch waren, symbolisiert das Ereignis die zunehmende Variabilität des Klimas in der Region. Meteorologen verweisen darauf, dass solche Extremereignisse trotz der globalen Erwärmung durch kurzfristige atmosphärische Muster erklärt werden können. Gleichzeitig erleben Länder der nördlichen Hemisphäre wie Kanada, Griechenland und weite Teile Europas massive Hitzewellen und Waldbrände – ein drastischer Kontrast zu den winterlichen Zuständen im südlichen Afrika.
Quellen: Al Jazeera English