Die Technische Universität Chemnitz hat den Widerspruch von Sachsens Ministerpräsident Mario Voigt gegen den Entzug seines Doktortitels endgültig abgewiesen. Damit bleibt die Aberkennung des akademischen Grades bestehen. Voigt hatte im Januar dieses Jahres nach Plagiatsvorwürfen aus seiner Dissertation offiziell den Titel verloren und anschließend formellen Widerspruch eingelegt.
Die Universität bestätigte nun, dass die Prüfung des Widerspruchs keine Gründe für eine Wiedergutmachung ergeben habe. In der Begründung hieß es, die festgestellten Verstöße gegen die wissenschaftliche Integrität seien gravierend genug, um die Aberkennung zu rechtfertigen. Die Entscheidung ist nun rechtskräftig, obwohl politische Unterstützung für Voigt aus Teilen der Landesregierung weiterhin besteht.
Der Fall hat seit Monaten für mediale und politische Aufmerksamkeit gesorgt. Während Kritiker eine klare Haltung gegenüber wissenschaftlicher Sauberkeit fordern, argumentieren Befürworter Voigts, dass Fehler in akademischen Arbeiten nicht automatisch die politische Handlungsfähigkeit infrage stellten. Die Entscheidung der TU Chemnitz unterstreicht jedoch, dass die institutionellen Gremien an ihrer Bewertung festhalten – unabhängig von der politischen Stellung des Betroffenen.
Quellen: MDR – Nachrichten, FAZ Online