Am Montag beginnt in Sachsen das neue Schuljahr, und das Kultusministerium hofft auf stabilere Unterrichtsbedingungen. Um den anhaltenden Lehrkräftemangel zu kompensieren, wurden landesweit rund 5.000 Lehrkräfte an andere Schulen abgeordnet. Zudem wurden 905 neue Lehrerinnen und Lehrer eingestellt. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den hohen Anteil an ausgefallenem Unterricht aus dem vergangenen Schuljahr zu verringern.
Trotz dieser Bemühungen kommt Kritik von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Diese bezeichnet die Abordnungen als „Notlösung“ und betont, dass sie keine langfristige Antwort auf den Personalmangel seien. Die GEW fordert mehr strukturelle Verbesserungen, darunter bessere Arbeitsbedingungen und eine stärkere Nachwuchsförderung. Auch die hohe Belastung der bereits beschäftigten Lehrkräfte bleibe ein ungelöstes Problem.
Ein weiterer Punkt im Fokus des neuen Schuljahres ist das flächendeckende Handyverbot in Klassenzimmern, das weiterhin gilt. Das Kultusministerium betont, dass dies zur Verbesserung der Lernatmosphäre beitragen solle. Gleichzeitig wird die Zahl der Erstklässler im Vergleich zu den Vorjahren erneut sinken – ein Trend, der vor allem in ländlichen Regionen spürbar ist und mittelfristig auch Auswirkungen auf die Schullandschaft haben könnte.
Quellen: MDR – Nachrichten