Straßenkinder in Namibia: Zahl der betreuten Kinder sinkt um über 40 Prozent

Die Zahl der Kinder in Namibia, die auf der Straße leben und arbeiten und staatliche oder gemeinnützige Unterstützung erhalten, ist innerhalb eines Jahrzehnts um mehr als 40 Prozent gesunken. Diese ermutigende Entwicklung geht aus aktuellen Daten hervor, die von sozialen Dienstleistern und der Regierung veröffentlicht wurden.

Experten führen den Rückgang auf eine Kombination aus gezielten Sozialprogrammen, stärkerer Familienunterstützung und besseren Zugang zu Bildung und Gesundheitsdiensten zurück. Insbesondere Programme, die psychosoziale Betreuung, Notunterkünfte und berufliche Schulung für Jugendliche anbieten, haben laut Berichten eine nachhaltige Wirkung gezeigt.

Ein Sprecher des namibischen Sozialministeriums betonte, dass die Regierung gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen in den letzten Jahren verstärkt präventiv gearbeitet habe. „Wir konzentrieren uns darauf, Kinder vor der Obdachlosigkeit zu bewahren, statt nur auf die Folgen zu reagieren“, so der Sprecher. Dennoch gebe es in städtischen Zentren wie Windhoek, Walvis Bay und Oshakati weiterhin Herausforderungen, insbesondere bei der Integration ehemaliger Straßenkinder in das Bildungssystem.

Die Verbesserung der Lebensbedingungen für benachteiligte Kinder gilt als zentrales Ziel der nationalen Jugendentwicklungsstrategie. Die jüngsten Zahlen werden als Beleg dafür gewertet, dass strukturierte Hilfsansätze in Namibia wirken – doch der Bedarf an Ressourcen und langfristiger Betreuung bleibe hoch.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa