Der Tschad arbeitet enger mit der libyschen Nationalarmee (LNA) unter dem Kommando von General Khalifa Haftar zusammen, um die Sicherheitslage entlang der gemeinsamen Grenze zu verbessern. Wie aus Berichten hervorgeht, haben beide Seiten militärische Absprachen getroffen, um illegale Bewegungen, Schmuggel und bewaffnete Aktivitäten in der Region einzudämmen.
Die Zusammenarbeit markiert eine strategische Annäherung zwischen N’Djamena und den in Ostlibyen operierenden Streitkräften Haftars, die international nur teilweise anerkannt sind. Die Grenzregion zwischen beiden Ländern gilt seit Jahren als instabil, da sie von Milizen, menschenhandeltreibenden Netzwerken und terroristischen Gruppen wie Boko Haram genutzt wird.
Regionale Stabilität im Fokus
Durch den Ausbau der Kooperation erhofft sich der Tschad eine effektivere Kontrolle seiner westlichen Grenze, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheit in der Sahelzone. Die LNA bringt laut Beobachtern bereits Erfahrung aus regionalen Kampagnen gegen islamistische Gruppen mit ein. Offizielle bilaterale Abkommen wurden bislang nicht bekannt gegeben, doch deuten militärische Quellen auf gemeinsame Patrouillen und Informationsaustausch hin.
Die Entwicklung könnte auch Auswirkungen auf die geopolitische Dynamik in Nordafrika haben. Während einige westliche Staaten vorsichtig gegenüber einer Zusammenarbeit mit Haftar sind, scheint der Tschad pragmatische Allianzen zur Gewährleistung nationaler Sicherheit zu priorisieren.
Quellen: France 24 – Africa