Wasserentnahme im Landkreis Harz verboten – Niedrigwasser erreicht kritische Werte

Im Landkreis Harz gilt ab sofort ein umfassendes Verbot der Entnahme von Oberflächenwasser. Grund ist das anhaltende Niedrigwasser, das aufgrund der andauernden Trockenheit kritische Werte erreicht hat. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, dürfen weder Landwirte noch private Haushalte Wasser aus Bächen, Flüssen oder Teichen entnehmen, um die verbliebene Restmenge an Wasser zu schützen und ökologische Schäden zu verhindern.

Die Maßnahme betrifft insbesondere landwirtschaftliche Betriebe, die auf Bewässerung angewiesen sind, sowie Gartenbesitzer, die ihre Grünflächen bewässern. Verstöße gegen das Entnahmeverbot können mit erheblichen Bußgeldern geahndet werden. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, Wasser sparsam zu nutzen und auf nicht notwendige Verbrauchsmengen zu verzichten.

Auch andernorts im Bundesland bleibt die Lage angespannt. So weist die Elbe bei Wittenberge weiterhin einen sehr niedrigen Pegelstand auf. Zwar liegt der Wasserstand nicht auf historischem Tief, doch die Flussbetten sind stellenweise stark ausgetrocknet, und Sandbänke treten großflächig zutage. Experten warnen vor weiteren negativen Auswirkungen auf die Flussschifffahrt und die aquatische Ökologie, falls sich die Wetterlage nicht bald ändert.

Quellen: Welt Online (DE, 12.08.2026 12:45), Der Tagesspiegel (DE, 12.08.2026 12:21)