Die MESOB-Plattform, eine integrierte digitale und physische Anlaufstelle für staatliche Dienstleistungen in Äthiopien, zieht zunehmend das Interesse anderer afrikanischer Länder auf sich. Nach Angaben von Zerihun Abebe, Generaldirektor für Afrika-Angelegenheiten im äthiopischen Außenministerium, haben bereits rund 30 afrikanische Staaten die Plattform besucht, um sich über das einzigartige Modell zu informieren.
MESOB verbindet verschiedene Bundes- und Regionalbehörden an einem Ort – sowohl online als auch in physischen Servicezentren. Bürger:innen können damit Behördenwege wie Personalausweisbeantragung, Steuererklärungen oder Unternehmensregistrierungen effizient erledigen, ohne zwischen mehreren Ämtern hin- und herwechseln zu müssen. Das System gilt als wegweisend für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung im Kontinent.
Vorbildfunktion für digitale Governance in Afrika
Die Besuche durch Delegationen aus anderen Ländern unterstreichen die wachsende Bedeutung Äthiopiens als Vorreiter in Sachen digitale Verwaltungstransformation. Experten sehen in MESOB nicht nur eine innenpolitische Verbesserung, sondern auch ein Exportmodell für gute Regierungsführung.
Zerihun Abebe betonte, dass die Plattform Teil eines größeren Engagements Äthiopiens sei, Wissen und bewährte Praktiken innerhalb Afrikas zu teilen. Die Zusammenarbeit erfolge oft im Rahmen regionaler Initiativen der Afrikanischen Union und bilateraler Technologiepartnerschaften. Ziel sei es, bürgernahe Verwaltungsdienste kontinentweit zu stärken.
Quellen: AllAfrica – Ethiopia