Die Hoffnungen der algerischen Frauen-Fußballnationalmannschaft auf ein Finaleinzug bei der Women’s Africa Cup of Nations (Wafcon) 2026 sind geplatzt. Im Halbfinale unterlag Algerien am Mittwochabend dem Überraschungsteam aus Malawi mit 1:3. Die Partie fand vor ausverkauftem Haus in der Stade Mohammed V in Casablanca statt und markierte einen historischen Moment für den malawischen Frauenfußball.
Die entscheidenden Tore erzielten die Chawinga-Schwestern: Tabitha und Temwa Chawinga trugen sich gemeinsam zu drei Treffern bei. Temwa eröffnete die Torschützenliste bereits in der 22. Minute, ehe Tabitha nach der Pause auf 2:0 erhöhte. Obwohl Algerien durch eine Standardsituation durch Yasmine Reghaïssi kurz auf 2:1 verkürzte, sorgte Temwa Chawinga mit ihrem zweiten Treffer in der 78. Minute für die endgültige Entscheidung.
Algeriens Trainerin Amel Demane lobte nach der Partie die Leistung ihres Teams trotz der Niederlage: „Wir haben gekämpft bis zum Schluss. Diese Mannschaft hat Charakter gezeigt, und wir bauen weiter auf die Entwicklung des Frauenfußballs im Land.“ Gleichzeitig räumte sie ein, dass individuelle Fehler im Defensivverbund teuer bezahlt wurden.
Der Ausrutscher im Halbfinale bedeutet nicht nur das Ende der Titelträume, sondern auch eine verpasste Gelegenheit, sich direkt für die Olympischen Spiele 2028 zu qualifizieren – ein Ziel, das der algerische Fußballverband FAF explizit angestrebt hatte. Nun wird das Team in das Spiel um Platz drei gehen, um sich noch für die Olympia-Qualifikation über den dritten Rang zu empfehlen.
Quellen: BBC News – Africa