Ein schweres Fährunglück erschüttert Simbabwe: Auf dem Kariba-See ist am Dienstag eine Passagierfähre gekentert, wobei mindestens 44 Menschen ums Leben kamen. Das Boot befand sich auf einer Strecke entlang der simbabwisch-sambischen Grenze, als es bei starken Wellen und widrigen Wetterbedingungen kenterte.
Laut ersten Ermittlungen war die Fähre überladen – ein wiederkehrendes Sicherheitsproblem auf dem See, einem der größten Stauseen Afrikas. Rettungskräfte waren schnell vor Ort, konnten jedoch nur wenige Überlebende aus dem Wasser bergen. Die genaue Zahl der Vermissten ist noch unklar, da viele Passagiere nicht registriert waren.
Der Kariba-See ist eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Simbabwe und Sambia, besonders für abgelegene Gemeinden, die keinen Landzugang haben. Doch die Infrastruktur bleibt marode, und Sicherheitsstandards werden oft missachtet. Experten warnen seit Jahren vor den Risiken durch veraltete Schiffe und mangelnde Kontrollen.
Auch südafrikanische Staatsmedien reagierten auf das Unglück: Präsident Cyril Ramaphosa drückte sein Beileid aus und nannte die Tragödie „herzzerreißend“. Internationale Hilfsorganisationen prüfen, ob technische oder logistische Unterstützung bereitgestellt werden kann, um zukünftige Unfälle zu verhindern.
Quellen: AllAfrica – Latest, FAZ Online