In Mubende Municipality, Uganda, mehren sich die Proteste gegen eine kürzlich erlassene Anordnung des Ministers für lokale Regierung, Balaam Barugahara, nach der Bars und Gaststätten erst ab 15 Uhr öffnen dürfen. Bürger und Betreiber lokaler Lokale lehnen die Regelung scharf ab und befürchten erhebliche Einbußen in ihren Einkünften sowie eine Störung ihres Alltagsablaufs.
Laut Anwohnern ist der Konsum alkoholischer Getränke morgens und am Vormittag Teil der traditionellen Arbeitskultur – besonders unter Handwerkern, Lastwagenfahrern und Marktverkäufern. Ein lokaler Sprecher erklärte gegenüber dem Nile Post: „Wir brauchen Alkohol, um zu arbeiten. Ohne einen Drink am Morgen fehlt uns die Kraft für die harte Arbeit.“ Die Maßnahme werde daher nicht nur als bevormundend, sondern auch als existenzbedrohend empfunden.
Die Behörden begründen die Einschränkung mit gesundheitlichen und sicherheitspolitischen Überlegungen, darunter die Reduzierung von Gewalttaten und Unfällen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum. Doch in Mubende stößt dies auf massiven Widerstand. Lokale Gremien erwägen nun, rechtliche Schritte einzuleiten oder öffentliche Mobilisierungen zu organisieren, um die Anordnung rückgängig zu machen. Der Fall zeigt die Spannungen zwischen staatlicher Regulierung und etablierten sozialen Praktiken in ländlichen Regionen Ugandas.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business