Bayern trauert um langjährigen Landshuter OB Josef Deimer

Die bayerische Stadt Landshut trauert um ihren ehemaligen Oberbürgermeister Josef Deimer. Der CSU-Politiker starb am Dienstag im Alter von 90 Jahren. Deimer hatte die Stadt über Jahrzehnte geprägt und genoss nicht nur lokal, sondern auch über die Grenzen Niederbayerns hinaus hohes Ansehen. Bereits zu Lebzeiten avancierte er zur lebenden Legende der Landshuter Kommunalpolitik.

Deimer war von 1972 bis 1996 Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt an der Isar. In seiner Amtszeit setzte er zahlreiche Impulse für den wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung Landshuts. Unter seiner Führung wurde die historische Altstadt saniert, die Infrastruktur modernisiert und das Bildungsangebot ausgebaut. Besonders sein Engagement für die Technische Hochschule Ingolstadt (heute TH Deggendorf mit Campus in Landshut) wird vielen Bürgerinnen und Bürgern in Erinnerung bleiben.

„Er war einer wie keiner“, heißt es in einem Nachruf der Süddeutschen Zeitung – eine Formulierung, die viele Einwohner teilen. Zahlreiche Weggefährten und politische Vertreter würdigten Deimers Lebenswerk als prägend für die Entwicklung des gesamten Landkreises. Die CSU Landshut sprach von einem „großen Verlust für unsere Stadt und unsere Partei“.

Auch die aktuelle Stadtführung betonte Deimers besonnenes Führungsstil und seine tiefe Verbundenheit mit der Bevölkerung. Trauerbekundungen erreichten das Rathaus aus ganz Bayern. Eine offizielle Gedenkveranstaltung soll in Kürze bekanntgegeben werden. Die Stadt wird dem Verstorbenen mit einer stillen Gedenkstunde und weiteren Maßnahmen ehren.

Quellen: Süddeutsche Zeitung