In Zeiten zunehmender sozialer Spaltung schafft die Elisabeth-Tafel in Eisenach einen Ort des Miteinanders: Direkt auf dem historischen Marktplatz der Stadt laden Caritas und Diakonie regelmäßig zum gemeinsamen Mittagessen ein – offen für alle, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder sozialem Status.
Die Idee folgt einem einfachen Prinzip: An langen Tischen sitzen Menschen nebeneinander, teilen Speisen und Gespräche. Wer kann, zahlt einen kleinen Beitrag; wer nicht, bekommt das Essen kostenlos. Hintergrund ist die wachsende Einsamkeit vieler Stadtbewohner, besonders älterer Menschen und Alleinerziehender. Die Veranstalter sehen in der Tafel mehr als eine Essensausgabe – sie ist ein sozialer Treffpunkt, der menschliche Nähe ermöglicht.
„Es geht nicht nur um volle Teller, sondern um volle Herzen“, beschreibt eine ehrenamtliche Helferin das Konzept. Bereits seit mehreren Wochen läuft die Aktion, die immer mittwochs stattfindet und stetig an Zuspruch gewinnt. Die Resonanz sei überwältigend: Neben Bedürftigen kommen auch Studierende, Rentner und Familien, die einfach das Gefühl suchen, dazuzugehören. Die Organisatoren hoffen, dass das Modell Schule macht und auch in anderen thüringischen Städten nachgeahmt wird.
Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 13.08.2026 15:40)