Der Freistaat Sachsen hat Empfehlungen zur Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen in Städten und Gemeinden veröffentlicht, um den Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen. Doch die Umsetzung bleibt vor allem für finanziell angespannte Kommunen eine Herausforderung. Während die Landesregierung betont, dass Hitzeprävention eine wichtige kommunale Aufgabe sei, melden zahlreiche Gemeinden, dass sie weder ausreichende personellen noch finanziellen Spielraum für umfassende Maßnahmen hätten.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören schattenspendende Bäume, begrünte Fassaden, kühlende Brunnenanlagen und die Schaffung von kühlen Rückzugsorten in öffentlichen Gebäuden. Experten weisen darauf hin, dass vor allem Ballungsräume wie Dresden oder Leipzig unter den Folgen extremer Hitzewellen leiden, doch auch ländliche Regionen seien zunehmend betroffen. Die Kommunen kritisieren jedoch, dass die Empfehlungen keine verbindlichen finanziellen Hilfen begleiten.
Der sächsische Städtetag fordert daher ein flächendeckendes Förderprogramm, um Städte bei der Umsetzung von Hitzeschutzkonzepten zu unterstützen. Ohne Landes- oder Bundesmittel könne man die notwendigen Maßnahmen nicht stemmen, heißt es aus mehreren Rathäusern. Die Landesregierung betont hingegen, dass die kommunale Selbstverwaltung im Vordergrund stehe, und verweist auf bestehende Fördermöglichkeiten aus EU- und Bundesmitteln.
Quellen: MDR – Nachrichten