CDU-Chef Dennis Thering fordert Geschlossenheit in Hamburg

Der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Dennis Thering hat angesichts der aktuellen Diskussionen über die Zukunft der Unionsparteien zur Geschlossenheit aufgerufen. In einer Rede am Donnerstagmorgen betonte Thering die Bedeutung einer starken, einheitlichen CDU/CSU-Fraktion, gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Debatten über die Kanzlerkandidatur.

Thering kritisierte die jüngste Regierungsumbildung auf Bundesebene als „verfehlt“ und „von innerer Zerrissenheit geprägt“. Er appellierte an alle Mitglieder der Union, über personelle Differenzen hinweg gemeinsam politische Ziele zu verfolgen. „Die Herausforderungen für unser Land sind zu groß, als dass wir uns mit internen Machtkämpfen aufhalten dürfen“, so Thering.

Angesprochen auf die Spekulationen um Friedrich Merz als möglichen Kanzlerkandidaten, wies der Hamburger Parteichef jegliche persönliche Ambitionen zurück. „Die Kanzlerfrage stellt sich aktuell nicht“, betonte er. Stattdessen plädierte er dafür, die inhaltliche Arbeit auf Landesebene zu stärken und die CDU in Hamburg als verlässliche Kraft für Stabilität und Ordnung zu positionieren.

Thering gilt als wichtiger Akteur innerhalb der Landespolitik und vertritt eine konservative Linie mit Schwerpunkt auf Sicherheit und wirtschaftlicher Vernunft. Sein Aufruf zur Geschlossenheit könnte auch als Signal an die Bundespartei verstanden werden, die in den kommenden Monaten über ihre strategische Ausrichtung entscheiden muss.

Quellen: ZEIT Online – Deutschland