In der Altmark in Sachsen-Anhalt nimmt ein ambitioniertes Projekt zur Gewinnung von Lithium aus tiefer Erde eine neue Phase auf. Das Unternehmen Neptune Energy arbeitet gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEG) sowie dem Chemiekonzern Evonik an einer innovativen Methode, Lithium aus Thermalwasser in rund 4.000 Metern Tiefe zu extrahieren. Das Ziel: eine nachhaltige und heimische Versorgung des lebenswichtigen Rohstoffs für Batterien von Elektrofahrzeugen.
Laut Projektangaben könnte das Vorhaben langfristig Lithium für bis zu 500.000 Elektroautos pro Jahr liefern. Damit würde Sachsen-Anhalt nicht nur zu einem zentralen Standort der Energiewende werden, sondern auch wirtschaftlich von der steigenden Nachfrage nach kritischen Rohstoffen profitieren. Die Technologie setzt auf Adsorption – ein Verfahren, das Lithium selektiv aus dem Thermalwasser herausfiltert, ohne große Mengen an Chemikalien oder Energie zu benötigen.
Das Projekt gilt als einer der wichtigsten Schritte hin zu einer unabhängigen Rohstoffversorgung in Deutschland. Angesichts der strategischen Bedeutung von Lithium für die Mobilität der Zukunft wird das Vorhaben sowohl von der Wirtschaft als auch von der Landesregierung aufmerksam verfolgt. Noch befindet sich das Projekt in der Pilotphase, doch die Ergebnisse bisher geben Anlass zur Hoffnung auf eine industrielle Umsetzung in den kommenden Jahren.
Quellen: heise online, MDR – Nachrichten