Uganda: Regierung beantragt Stundung von 2,3 Milliarden Schillingen Schulden für Kilembe Mines

Die Regierung Ugandas strebt eine finanzielle Erleichterung für das staatliche Bergbauunternehmen Kilembe Mines Limited an und hat beim Parlament die Genehmigung zur Stundung von 2,297 Milliarden ugandischen Schilling (UGX) beantragt. Diese Summe entspricht den ausstehenden jährlichen Mineralienrenten, die dem Unternehmen bisher nicht bezahlt wurden.

Der Finanzstaatsminister für Planung, Amos Lugoloobi, brachte den Antrag im Parlament ein und begründete ihn mit der Notwendigkeit, das marode Bergbauunternehmen zu stabilisieren. Kilembe Mines, einst ein bedeutender Produzent von Kobalt und Kupfer im Westen Ugandas, kämpft seit Jahren mit technischen, finanziellen und betrieblichen Herausforderungen. Die Schließung des Betriebs in den 1980er Jahren und mehrfache erfolglose Wiedereröffnungsversuche haben das Vertrauen in das Projekt erschüttert.

Die geplante Schuldenstundung könnte Teil eines breiteren Sanierungsplans sein, um Investoren anzuziehen und den Abbau langfristig wieder rentabel zu machen. Kilembe liegt in der Nähe des Ruwenzori-Gebirges und verfügt über bedeutende mineralische Ressourcen, deren Entwicklung jedoch durch Infrastrukturdefizite und Umweltbedenken gehemmt wird.

Es bleibt abzuwarten, wie das Parlament auf den Antrag reagieren wird. Kritiker könnten argumentieren, dass eine Schuldenstundung ohne klare Modernisierungs- und Transparenzmaßnahmen wenig nachhaltigen Nutzen bringt. Befürworter sehen darin jedoch einen notwendigen Schritt zur Revitalisierung einer strategisch wichtigen Industrie in Uganda.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business